Ex-FIFA-Generalsekretär Valcke und BeIN-Sportvorsitzender vor Gericht wegen Fernsehrechten

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Der ehemalige FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke und der Vorsitzende der in Katar ansässigen Mediengruppe BeIN Sports, Nasser Al-Khelaifi, standen am Montag in der Schweiz wegen der Vergabe der Fernsehrechte für die Fußballweltmeisterschaft und den Konföderationen-Pokal vor Gericht.
Der 59-jährige Valcke, der bereits von der Ethikkommission der FIFA wegen Ethikverletzungen für 10 Jahre gesperrt wurde, ist wegen Annahme von Bestechungsgeldern, schwerer krimineller Misswirtschaft und Dokumentenfälschung angeklagt.

Al-Khelaifi, der auch Präsident des französischen Meisters Paris St. Germain ist und dem Exekutivkomitee des europäischen Fussballverbandes UEFA angehört, wird beschuldigt, Valcke zu schwerer krimineller Misswirtschaft angestiftet zu haben.

Der 46-jährige Al-Khelaifi, ehemaliger Davis-Cup-Tennisspieler für Katar, gilt als einer der mächtigsten Männer im europäischen Fussball.
Beide Männer, die vor Gericht anwesend waren, bestreiten das Fehlverhalten, und die Anwälte von Al-Khelaifi haben erklärt, dass der Großteil des Falles nicht auf ihren Mandanten zutrifft.

Der Prozess in der Schweiz, wo die FIFA ihren Sitz hat, wird voraussichtlich bis zum 25. September dauern, und die drei Bundesrichter werden voraussichtlich bis Ende Oktober ein Urteil fällen.

Die Schweizer Staatsanwaltschaft hat behauptet, dass Valcke zwischen 2013 und 2015 seine Rolle bei der FIFA ausgenutzt habe, um die Vergabe der Medienrechte für verschiedene Welt- und Konföderationen-Pokal-Turniere zu beeinflussen, „um Medienpartner zu bevorzugen, die er bevorzugte“.