Deutsche Fussballliga startet Teilrechteverkauf im Februar

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Deutschlands fuehrende Fussball-Bundesliga will im Februar eine Auktion fuer eine Beteiligung an den Uebertragungsrechten im Ausland starten, sagte Geschaeftsfuehrer Christian Seifert am Montag.

Damit wuerden außenstehende Investoren in eine der groessten Ligen des Spiels geholt, deren Einnahmen waehrend der Pandemie mit Spielen in leeren Stadien stark eingebrochen sind.

Die Deutsche Fussball Liga (DFL), die die beiden obersten Ligen organisiert, habe Informationspakete über eine Beteiligung von 10 bis 25 Prozent an einem neu gegründeten Unternehmen verschickt, das die Übertragungsrechte außerhalb Deutschlands verwaltet, sagten Menschen, die der Sache nahe stehen.

Durch den Verkauf könnten die ausländischen Übertragungsrechte mit mehr als 1 Milliarde Euro bewertet werden, hieß es.

Die Investmentbank Nomura handhabt das Geschäft und hat Interessensbekundungen von etwa 30 Private-Equity-Firmen registriert, darunter Bain, BC Partners, Blackstone, Bridgepoint, Carlyle, Cinven, CVC, KKR und Permira, sagten sie.

Die Bundesliga ist, wie andere europäische Ligen auch, von reduzierten Ausgaben für Sportrechte betroffen, da internationale Fernsehsender mit geringeren Werbeeinnahmen der Kunden zu kämpfen haben.

In der Saison 2020/21 wird der Umsatz im Vergleich zur letzten regulären Saison 2018/2019 um rund eine Milliarde Euro (1,21 Milliarden US-Dollar) um 20 Prozent sinken, wenn die Fans weiterhin den Spielen fernbleiben müssen, so die DFL.

An anderer Stelle hat sich die italienische Fussballliga der Serie A bereits bereit erklärt, eine Vereinbarung über den Verkauf einer 10-prozentigen Beteiligung an einer neuen Einheit zu akzeptieren, die die Übertragungsrechte der Liga an die Übernahmefirmen CVC und Advent verwalten wird.

Die Übertragungsrechte der Bundesliga im Ausland erwirtschaften in der Regel einen Jahresumsatz von bis zu 300 Millionen Euro, werden aber im nächsten Jahr voraussichtlich nur 180 Millionen Euro einbringen.

Unabhängig davon verzeichnete die Liga in diesem Jahr aufgrund der Pandemie geringe Ticketverkäufe, verglichen mit rund 650 Millionen Euro Einnahmen aus dem Ticketverkauf in normalen Jahren.

Die Kaufinteressenten lehnten eine Stellungnahme ab oder standen nicht sofort für eine Stellungnahme zur Verfügung. Nomura lehnte es ab, einen Kommentar abzugeben.