Hennings, Petersen und Davies

Zu Saisonbeginn blieben Rouwen Hennings, Nils Petersen und Alphonso Davies noch relativ unbemerkt. Nun stehen genau diese drei Spitzenspieler im Rampenlicht und sind in aller Munde. Darum finden wir es angebracht, diese drei Talente etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Rouwen Hennings

Nach dem 11. Spieltag lesen sich die besten drei Torschützen wie folgt: Lewandowski, Werner, Hennings. Rouwen Hennings hat sich mit dem Hattrick auf Schalke in den Kreis der Elite-Torjäger geschossen. Der 32-Jährige sicherte mit seinem Dreierpack der Fortuna Düsseldorf einen Punkt in der Gelsenkirchener Veltins-Arena. Dazu übertraf er nach nur einem Drittel seine eigene Saison-Bestmarke. Der Mittelstürmer ist bereits nach elf Spielen auf neun Treffer gekommen, während es in der letzten Saison nur sieben waren.

Nils Petersen

Nils Petersen ist genau da, wo seine Mitspieler und die Fans ihn erwarten: Im gegnerischen Strafraum, immer Ausschau haltend nach Schwachstellen und Lücken in der Abwehr. SC Freiburgs letzte vier Tore wurden alle von dem 30-Jährigen geschossen. Mit dem Doppelpack bei Bremen, dem 2:1 im Duell gegen Leipzig und seinem fünfzigsten Bundesligator gegen Frankfurt erarbeitete er ganze sieben von möglichen neun Punkten. Man möchte auch behaupten, dass er das auch fast im Alleingang geschafft hat. So befindet sich die Truppe von Christian Streich auf dem vierten Platz und ist das Überraschungsteam schlechthin.

Alphonso Davies

Der Gewinner des bayrischen Herbstes ist ohne Zweifel der in Ghana geborene Alphonso Davies. Nach den Ausfällen von Martínez, Alaba, Süle und Hernandez wirkte der Einsatz des 19-jährigen Außenstürmers auf der linken Verteidigerposition im Duell gegen Union Berlin wie eine Notlösung. Dann erst bevorzugte ihn der Ex-Trainer Kovac und Davies revanchierte sich mit einem Saison-Assist in Frankfurt. Sein bestes Spiel im Trikot der Bayern machte der US-Kanadier im Match gegen Dortmund. Er gewann unglaubliche 74 Prozent der Zweikämpfe und das gegen Spieler wie Hakimi, Sancho und Reus. Diese Leistung hat dem scheidenden Präsidenten Uli Hoeneß alle Ehre gemacht und das auf einer Position, auf der niemand Davies erwartet hätte.